Kreuzfahrt von Kreta nach Dubai

Bei unserer vierten Kreuzfahrt ging es das erste Mal auf die Mein Schiff 3. Außerdem war es die erste längere Fahrt mit mehren Seetagen in Folge – vorbei an Somalia.

Schon die Anreise gestaltete sich etwas schwierig. Zunächst waren wir sehr froh, dass nicht erst abends fliegen sollten, sondern schon bereits am Vormittag.

Trotz gefühlt ausreichender Vorlaufzeit am Flughafen (rund 130min vor Abflugzeit am Check-In-Schalter gewesen), waren die Abläufe sehr langwierig. Eine etwas chaotische Organisation der Warteschlangen und zu wenig besetzte Schalter sorgten immerhin dafür, dass wir rund 40min vor Abflug unsere Koffer losgeworden sind. Hinter uns befanden sich allerdings noch rund 30-40 Mitreisende, die auch noch ihr Gepäck hatten. Normalerweise kann Aufgabegepäck bis 40min vor Abflug abgegeben werden. Aber hier machte man hoffentlich eine Ausnahme. Trotz des enormen Zeitdrucks wurden eine gewisse Ruhe und Entspannung verbreitet. Dies lag allerdings nicht am Personal der angeblich fünftbesten Airline der Welt, sondern an dem guten Zureden einer Mitarbeiterin der tuicruises. Nach der Abgabe des Gepäcks ging es schnellen Schrittes zur Sicherheitskontrolle, wo jedoch die nächste Schlange wartete. Rund 20min vor Abflugzeit (hier schließt üblicherweise das Gate) standen wir immer noch in der Schlange mit ca. 30 Reisenden vor uns. Die Hoffnung war noch da, dass so viele Mitreisenden noch unterwegs waren, sodass der Flug einfach warten musste. So kam es auch, bei der Ankunft am Gate zur planmäßigen Abflugzeit hatte das Boarding noch gar nicht mal begonnen. Rund 10min später ging es für die hinteren Reihen dann los. Nachdem alle eingetroffen waren, konnte das Flugzeug mit ca. 50min Verspätung zur Startbahn rollen. Kurz vor dem Start wurden Bonbons verteilt. Der Flug verlief etwas turbulent. Über den Alpen wurden wir ordentlich durchgeschüttelt und der Board-Service musste eingestellt werden. Nach ca. 2 Stunden konnten wir dann auch unser Essen genießen. Nach dem ausgefallenen Frühstück waren wir schon ziemlich hungrig gewesen. Bei Aegean gab es ein weiches Baguette mit Käse, zwei kleine Müsli-Riegel sowie ein Heiß- und ein Kaltgetränk. Zum Abschluss wurden noch Kekse gereicht.

01.11.18 Kreta (Griechenland)

Nach der Ankunft in Heraklion mussten wir feststellen, dass der Flughafen sehr klein war. Das Ambiente war in der Zeit stehen geblieben und es gab wohl nur wenig Geld für Instandhaltung/Modernisierung. Von der Außenposition wurden wir von einem Bus zum Ankunftsterminal gebracht (Fahrzeit <2min). Dort gab es nur insgesamt vier Gepäckbänder. Nach ca. einer halben Stunde waren dann auch endlich unsere Koffer da. Dann ging es zum tuicruises-Schalter, wo wir auf die bereitstehenden Busse aufgeteilt wurden. Die Busse waren sauber und gepflegt, die Fahrt dauerte ca. 10min. Während der Fahrt konnte man ein bisschen was von Heraklion sehen. Auffällig war, dass viele Geschäfte geschlossen waren und es leerstehende Häuser gab. Nach der Ankunft am Hafen ging es nun wieder in die nächste Schlange – zum Einschiffen. Das Mein Schiff 3 war das einzige Kreuzfahrtschiff an dem Tag im Hafen. Gegen 16 Uhr waren wir dann endlich auf dem Schiff und konnten auch direkt in unsere Kabine 10104. Das Gepäck kam ca. eine halbe Stunde später. Bei einem Rundgang haben wir in der Café Lounge entdeckt, dass am nächsten Tag eine Kaffeeverkostung angeboten wird. Leider sagte das Personal bei der Frage nach den Anmelde-Möglichkeiten, dass diese bei den letzten Fahrten immer wieder ausgefallen sei. Dennoch konnte man sich über das Schiff-Portal für den Termin anmelden. Nach einem kurzen Rundgang ging es zum Abendessen in den Ankelmannsplatz. Dort grenzt auch die Backstube an. Bereits im Vorfeld hatte ich einem Reisebericht über das leckere frische Brot mit Schmalz gelesen und konnte es mir nicht nehmen, das zu probieren. Bereits zur Seenotrettungsübung waren einige auf dem Schiff bereits sehr angetrunken und konnten nur mit Hilfe die Treppe runter gehen. Das sorgte mitunter für etwas Stau und Rumgealbere mit Warnwesten, die auf unserer Sammelstelle rumlagen. Das Foto-Verbot wurde teilweise ignoriert und das Sicherheitspersonal hat das mit einem Lächeln akzeptiert. Es fehlte nur noch, dass die Crew bei den Selfies unterstützt. Das erste Auslaufen ist auf jeder Kreuzfahrt etwas Besonderes. Leider gab es mit meinem Partner einen kleinen Streit, sodass die Stimmung danach eher getrübt war. Nach einem kleinen Snack im Tag&Nacht-Restaurant und einem Absacker ging es dann ins Bett. Bei dem Snack haben wir das erste Mal ein paar Bekannte an Board wieder getroffen.

02.11.18 Seetag

Der erste Seetag war eher gemischt. Gegen 12 Uhr fragten wir an der Rezeption, ob die Kaffeeverkostung auch stattfinden würde. Das wurde bejaht und wir sollten einfach dorthin gehen. 20min vor Beginn wurde auch nochmal per Lautsprecher auf die Veranstaltung hingewiesen. Leider wurde uns dann um 14 Uhr in der Café Lounge mitgeteilt, dass die Kaffeeverkostung nicht stattfindet. In der Zwischenzeit kam über die Kabinenpost von der Rezeption ein Schreiben, was uns über den Ausfall in Kenntnis setzten sollte. Die Crew scheint also mindestens mal ein internes Kommunikationsproblem zu haben. Etwas verärgert über den Brief, ging ich an die Rezeption und wollte zu dem Vorfall gerne ein Feedback geben. Man bot mir einen Termin beim Maitre an, welchen ich am zweiten Seetag dann auch bekam. Des Weiteren informierten wir uns an den Ausflugsschaltern über unseren bevorstehenden Ausflug in Alexandria sowie die Möglichkeiten in Dubai. Da der Ausflug entsprechend früh starten sollte, ging es auch zeitig ins Bett.

03.11.18 Alexandria (Ägypten)

Der Morgen in Alexandria verlief ganz gut. Da wir uns Nespresso-Kapseln mitgebracht hatten, konnten wir morgens den ersten Kaffee bzw. Espresso auf dem Balkon genießen. Anschließend ging es zu einem schnellen Frühstück und dann zum Sammelplatz für den Ausflug „Nilfahrt mit Mittagessen und Pyramiden“. Zunächst muss ich sagen, dass mich die Länge von 12 Stunden etwas abgeschreckt hat. Im Nachhinein betrachtet war es fordernd, aber eigentlich auch machbar. Nach Aussagen der Mitarbeiter am Ausflugsschalter werden die Busse vor Abfahrt vom House Keeping nochmal gereinigt und desinfiziert. Die Busse machten also einen sauberen und gepflegten Eindruck. Im Bus war eine Toilette, die benutzt werden konnte. Diese wurde logischerweise auch gereinigt und war sehr sauber. Während der dreistündigen Fahrt nach Kairo/Gizeh konnte man entweder dem Reiseführer zuhören oder schlafen. Im Bus konnte man auch Wasser beim Fahrer kaufen (1 große Flasche oder zwei kleine für insgesamt 1 €), dies ist aber nicht selbstverständlich. Es kann auch Busse ohne Getränke geben. Die Fahrt ging als Buskonvoi gemeinsam in die Stadt. In unserem Konvoi waren fünf Busse, die von drei Streifenwagen der örtlichen Polizei begleitet wurden. Die hohe Polizeipräsenz war uns schon am Morgen aufgefallen, wo unser Schiff durch zwei Polizeibooten in den Hafen eskortiert wurde. Wenn man das Internet befragt, so findet man mehrere Berichte darüber, dass das in Ägypten so normal sei. Durch die Polizeieskorte kamen wir gefühlt sehr schnell durch die Stadt, da der andere Verkehr für uns angehalten wurde. Der erste Stopp war am Militärmuseum, wo wir eine Moschee besichtigen konnten. Von unserem Reiseführer gab es Plastikbeutel, damit wir die Schuhe mit reinnehmen konnten. Schultern und Knie müssen bedeckt sein, eine Kopfbedeckung war für alle Geschlechter nicht erforderlich. Nach dem kurzen Aufenthalt ging es mit einer kurzen Busfahrt (10min, wieder eskortiert) zu einem Bootsanleger. Dort konnten wir auf einem Schiff ein landestypisches Mittagessen zu uns nehmen. Auch dieses Restaurantboot wurde von zwei Polizeibooten gesichert. Außerdem haben wir dort gesehen, dass in den anderen Bussen bewaffnetes Sicherheitspersonal mit unterwegs war. Nach dem Mittagessen ging es eine Stunde lang weiter zu den Pyramiden von Gizeh. Dort konnten wir auf einem Plateau einen kurzen Foto-Stop einlegen, bevor es zur Besichtigung der mittleren Pyramide ging. Die Pyramiden von Gizeh bestehen aus drei Stück. Wir konnten die mittlere besichtigen. Die Tickets hierfür kosten extra und wurden vom Reiseführer verkauft. Dieser Preis ist individuell und kann auch von Bus zu Bus unterschiedlich sein. Wir mussten 8 € bezahlen. Auf den Eintrittskarten ist ein Preis von 100 ägyptischen Pfund aufgedruckt, was bei einem Kurs von 1:20 dann ca. 5 € entspricht. Mit jedem Ticket hat unser Reiseführer also einen Gewinn von rund 60% gemacht. In anderen Bussen haben die Tickets teilweise 4 € gekostet. Die mittlere Pyramide ist etwas ernüchternd, aber dabei sein ist alles. Wichtig ist hier, dass man körperlich fit sein muss. Der Eingang liegt vor der Pyramide, ist klein und man muss durch einen niedrigen Gang über einen steilen Weg (ca. 30°-Neigung) ca. 30m in die Tiefe in gebückter Haltung runtergehen. Leider haben das einige ältere Mitreisenden entweder ignoriert oder gemeint es besser wissen zu müssen. So kam es, dass einige direkt am Eingang wieder kehrt gemacht haben. Die Abmessungen des Gangs waren ca. 1,50×1,50m. Mit Gegenverkehr war das also interessant, aber es hat auch Spaß gemacht. Unten angekommen ging es ca. 150m gerade unter die Pyramide (dieser Gang war ca. 1,75m hoch) und dann wieder einen kleinen quadratischen Gang wieder ca. 30m rauf. Dann stand man direkt in der Grabkammer. Diese war ca. 5m breit und 15min lang. Zu sehen war nur der offene Sarkophag. Hyroglyphen oder Inschriften sucht man in dieser Pyramide vergeblich. Das Fotografieren ist grundsätzlich verboten. Der Sicherheitsmann hält beim Verlassen der Grabkammer die Hand auf und erwartet ein Trinkgeld. Grundsätzlich kann man dort auch Souvenirs oder auch Getränke kaufen, bezahlen kann man in Euro. Die fliegenden Händler können einige Worte Deutsch. Hier sollte man auf jeden Fall handeln oder beim ersten Preis eher ablehnen. So begann der Preis für zwei Steinfiguren bei 75 € und endete bei 30€ inkl. zwei Kühlschrankmagneten und einer kleinen Pyramide. Bezahlt wird wie gesagt in Euro oder ggf. auch in Dollar in Bar. Man sollte also vor Reisebeginn ausreichend Bargeld dabeihaben.

Im Anschluss gab es einen kurzen Stopp an der Sphynx und dann machten wir uns auch schon auf den dreistündigen Rückweg mit ca. einer Stunde Verspätung. Das Programm ist sehr straff und man wird eigentlich immer vom Reiseführer angetrieben. Als Tipp: Beim Aufenthalt dort die Hände am besten in den Taschen lassen. Einige fliegende Händler greifen nach der Hand, um einen zum Geschäft zu überreden. Für die Rückfahrt kann man sich durchaus ein Buch oder einen Film zum Schauen mitnehmen. Nach einem anstrengenden Tag ging es nach dem Abendessen zur Bar, wo wir uns zwei Desperados mit aufs Zimmer genommen haben. Das Ablegen vom Balkon aus zu betrachten war auch ganz schön.

04.11.18 Seetag

Der nächste Seetag war relativ ereignislos. Gegen 21:30 Uhr erreichten wir die Wartepositionen vor dem Suez-Kanal, wo wir vor Anker gingen. Das Ankerlassen bekommt man nicht mit, außer dass sich das Schiff anschließend in den Wind dreht. An den Wartepositionen ist man in Landnähe und hat einen Mobilfunkempfang.

05.11.18 Suezkanal-Passage

Die Passage durch den Suez-Kanal begann an dem Tag leicht verspätet. Ursprünglich startet der Schiffskonvoi von Norden nach Süden um 03:30 Uhr. Dabei gibt es eine feste Reihenfolge: Zunächst die Kriegsschiffe, dann die Kreuzfahrtschiffe und dann die Frachter. Da sich zwei Kriegsschiffe auf hinteren Wartepositionen befanden konnten wir erst gegen 05:30 Uhr in den Kanal einfahren. Die Durchfahrt ist sehr sehenswert. Viele Ägypter am Ufer winkten uns zu. Wir unterquerten eine Hohe Brücke, welche für die Zeitdauer der Konvoi-Passage gesperrt wurde und passierten eine große Drehbrücke. Eine Lektorin an Board versorgte uns per Durchsage über sehenswerte Informationen. Da die Plätze am Bug sehr begehrt waren, hat es uns an das Heck des Schiffes gezogen, wo wir auch sehr schöne Aufnahmen machen konnten. Am späten Nachmittag erreichten wir die Stadt Suez und setzten unsere Reise fort nach Safaga.

06.11.18 Safaga (Ägypten)

07.11.18 Sharm el-Sheikh (Ägypten)

08.11.18 Aqaba (Jordanien)

09.-14.11.18 Seetag

Wäscheservice und Basar

15.11.18 Muscat (Oman)

16.11.18 Khasab (Oman)

17./18.11.18 Dubai (Vereinigte Arabische Emirate)

DVD mit Film

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